Schreibimpulse

Halbjahres-Bilanz: Gutes bewahren, Neues einladen

Wolken spiegeln sich im See
Schauen Sie auf das erste Halbjahr/die vergangenen Monate zurück und finden Sie Schönes, das bleiben und Neues, das dazukommen darf.

Diese Reflexion eignet sich gut in der Hälfe des Jahres als eine Art Halbjahresbilanz. Sie kann aber genauso gut zu jedem anderen Zeitraum passend und erkenntnisreich sein.

Zurückblicken und Gutes sehen

Nehmen Sie sich Ihren Kalender (der letzten sechs Monate) und einen hellen Farb- oder Leuchtstift. Blättern Sie durch die Seiten und streichen alles an, was schön und leicht war, was Ihnen Freude bereitet hat. Und – vlt. mit einer anderen Farbe – alles, was sich bewährt oder Ihnen das Leben leichter gemacht hat (Rituale, Gewohnheiten).

Falls Sie grad keinen Kalender zur Hand haben, können Sie auch einfach aus dem Gedächtnis heraus eine Liste mit Erinnerungen an Schönes und Bewährtes schreiben.

Im Anschluss schauen Sie sich diese Liste bzw. Ihre Markierungen an und schreiben frei drauflos:

  • Wie fühlt es sich an, wenn ich all die schönen Erinnerungen noch einmal wachrufe in mir?
  • Was von dem Erlebten war neu in meinem Leben? Was hat mich überrascht?
  • Was davon möchte ich auch im nächsten Halbjahr/in den nächsten Monaten weiterführen?
  • Was hat sich bewährt in dieser Zeit und darf weiter Teil meines Lebens bleiben?

Veränderungswünsche festhalten

In einem zweiten Schritt denken Sie schriftlich darüber nach, was Ihnen in letzter Zeit gefehlt hat, was vielleicht nicht so gut gelaufen ist.

  • Was hätten Sie gerne gemacht, fanden aber keine Zeit dafür? Oder haben es immer wieder verschoben und anderes als Wichtiger betrachtet?
  • Was haben Sie definitiv vernachlässigt, wovon Sie wissen, dass es Ihnen eigentlich gut tut?
  • Wie können Sie das ändern?
  • Was ist nicht so gut gelaufen und verdient eine zweite Chance?

Neues einladen

Und zuletzt fragen Sie sich: Was will Neues in mein Leben kommen?

  • Welche Dinge möchte ich im nächsten Halbjahr/in den kommenden Monaten neu ausprobieren?
  • Welchen Interessen möchte ich nachgehen? Was möchte ich (dazu)lernen?
  • Was darf sich sonst noch verändern?

Am Ende lesen Sie gerne noch einmal all Ihr Geschriebenes durch und schreiben sich eine „Ernte“:

  • Welche Bilanz ziehen Sie?
  • Was darf bleiben, was darf gehen, was darf dazukommen?

Wenn Sie möchten, formulieren Sie einen Satz, der die Essenz davon in wenige Worte fasst und Ihnen als positive Affirmation und Erinnerung dienen kann.

Viel Freude beim Wertschätzen des Bewährten und Einladen des Neuen!

Ihre
Alexandra Peischer

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