SchreibagogInnen erzählen

Erfahrungsberichte / Feedbacks

Die erste Lehrgangsgruppe schloss den Basislehrgang "Schreibagogik I" am 21. Oktober 2018 ab.
Foto oben (von links nach rechts):
Martina Verant, Eveline Hartmann, Lydia Domoradzki, Ulrike Fuchs, Anna Deutsch, Andrea Cukrowicz, Ulrike Netzer (hintere Reihe), Marliese Gluske-Martini, Astrid Gostner (und die Lehrgangsleiterin Alexandra Peischer)

 

Die zweite Lehrgangsgruppe beendete am 16. Juni 2019 ihre "Schreibagogik I" - Ausbildung.
Foto unten (von links nach rechts):
Beate Höfels, Sigrid Reiter, Wolfgang Leirer, Karin Karlics, Matthias Daxer, Maria Aschenwald, Kathrine Bader, Martin Mauersberg, Regina Maria Pendl



Hier einige Feedbacks:

  • „Eine großartig komponierte und auf Erfahrung und Fachinhalten basierende Ausbildung, welche den Teilnehmer*innen nicht nur das nötige Werkzeug und Hintergrundwissen zur Leitung von einzelnen Schreibenden und Schreibgruppen mit auf den Weg gibt, sondern auch Lust und Mut macht, die erworbenen Kenntnisse in die persönliche (Berufs-)Praxis zu integrieren – und dabei auch genug Raum für die unterschiedlichen Lebenswelten und Bedürfnisse der Teilnehmer*innen bietet. Absolut empfehlenswert für alle, die neue Brücken zwischen Sprache und Schreiben, Menschen und Gruppen bauen möchten.“ (Matthias Daxer)

  • „Meine eigene Welt des Schreibens hat sich erweitert. Alexandra begleitete uns professionell, umsichtig und ermutigend in einer kreativen Atmosphäre. Sie lebt vor, wovon sie spricht und so erfuhren wir, wie wir selbst als Schreibagogen/Schreibagoginnen arbeiten können. In der Gruppe erlebten wir, was es heißt, gemeinsam zu schreiben, Texte zu teilen und auch anzuleiten. Nun liegt es an mir, weiter zu schreiben und zu leiten.“ (Regina Maria Pendl)
     

  • Der Lehrgang ist gut strukturiert und vermittelt umfangreiches Wissen hinsichtlich der Leitung von Schreibgruppen. Er bietet eine ausgewogene Mischung aus theoretischem Hintergrund, praktischen Schreibübungen und der praktischen Erarbeitung von Themen in der Gruppe.
    Das Skriptum ist sehr ausführlich und lädt zum darin „Nachschmökern“ ein. Einen wertvollen Einblick in die entsprechende Fachliteratur gewähren die verpflichtenden Buchvorstellungen. Die umfangreiche Literaturliste ermöglicht zudem eine vertiefende Auseinandersetzung mit den verschiedenen Themenbereichen.
    Ich kann den Lehrgang nur weiterempfehlen!“ (Tina)
     

  • „Bin immer noch ganz euphorisch, es war ein richtig guter Lehrgang!“ (Lydia Domoradzki)
     

  • „Liebe Alexandra,
    danke für das Teilhabenlassen an deinem unglaublichen Reichtum an Erfahrungen und Kompetenz. Deine wertschätzende Haltung und deine aufmerksame Führung waren ein Entfaltungsrahmen mit Luftlöchern, damit wir über den berühmten „Gartenzaun“ hinausschauen konnten.
    (…) Wir alle haben in dieser Zeit alle Inhalte inhaliert und aufgesogen. Es war spannend, lehrreich, reizvoll, phantastisch, anspornend, hat Lust auf Mehr geweckt, und das Schreiben als kreatives Medium, das heilsam wirken kann, in den Mittelpunkt gestellt.
    Theorie und Praxis in dieser Form und so wundervoll begleitet zu erleben, ist ein wahres Geschenk! Und dafür mein Danke, an die „bezauberndste“ Schreibagogik-Lehrerin und „-Mama“ ;-), die mit dem heutigen Tag ihre Neunlinge in die Welt geschickt hat.
    Von Herzen danke, Alexandra, für alles!“ (Marliese Gluske-Martini)
     

  • „Wunderschön war's. (…) Danke nochmals - die Fortbildung war für mich ein großer Gewinn!“ (Astrid Gostner)


Durchschnittliche Gesamtbeurteilung in der Evaluation bis jetzt: "5 Punkte = Erwartungen übertroffen"
 

Weitere Rückmeldungen:

  • Die Ausbildung bietet eine Möglichkeit zu lernen, ohne belehrt zu werden. (...) Schreiben hat für mich etwas Selbstverständliches bekommen und wird auch von meinem Umfeld registriert. Es ist nicht mehr unsichtbar."
     
  • Ich habe eine Freundschaft und auch Vertrauen zu meinem Schreiben entwickelt und betrachte Rückschritte mit mehr Gelassenheit."
     
  • Für mich privat hat die Ausbildung die Tür zu meinem persönlichen Schreiben wieder geöffnet - weiter, als sie je offen stand. Dadurch fühle ich mich sehr bereichert, Themen, die mich ein Leben lang begleiten, werden fassbarer..."
     
  • Ich habe festgestellt, das Gruppenleiten echten Spaß macht!"
     
  • Was ich bereits wusste: Ich mag Gruppen, ich bin gerne Teil einer Gruppe. (...) Was ich nur ahnte: Ich bin auch gerne Gruppenleiterin einer Kreativen Schreibwerkstatt."

 

Folgender Erfahrungsbericht ist als gemeinsamer Gruppentext im letzten Modul entstanden:

Wer wir sind
Bunte Schreibfrauen, deren kreative Köpfe sich durch das gemeinsame Interesse ermächtigen.
Die inneren Kritiker umgelegt, sitzen wir im Schreibkarussell auf unseren Plätzen.
Sicher, unbeirrbar, belebt, erfahren, verstrickt, gelöst und neu verbunden, sich in die Zukunft schreibend.

Was wir gelernt haben
Wir haben unendlich viel gelernt, erfahren und in unsere eigene Praxis integriert, alles unter dem Spannungsbogen von Theorie und Praxis, Austausch und Reflexion, Dynamik und Ruhe. Scheinbare Gegensätze, die sich letztendlich als harmonisches Dach entpuppt haben.
Wir haben unzählige Methoden und Tools kennengelernt und ausprobiert, die das Schreiben an sich betreffen und unser Handwerkszeug und die Basis des kreativen Schreibens bilden. Weil wir Schreibagoginnen werden wollen (oder schon sind), stellte die Arbeit mit Gruppen ein weiteres zentrales Element dar (Gruppendynamik, Leitung, Rollen und Entwicklung von Gruppen). Fast nebenbei, aber unendlich wertvoll, haben wir gelernt, unsere eigenen Ressourcen zu entdecken, diese zu stärken und dies auch vermitteln zu können. Nicht zuletzt haben wir uns mit Konzeption, Planung und Durchführung eines Schreibprojektes auseinandergesetzt. Besonders wertvoll war der intensive Austausch mit unserer Lehrgangsleiterin und den Kolleginnen, so dass wir auf einen Fundus an Anregungen, Erfahrungen und Best Practice Beispielen zugreifen konnten.
Auch wenn wir während der einzelnen Lehrgangsmodule vor allem die Fülle und Komplexität des angebotenen Wissens wahrgenommen haben, zeigt sich in der Rückblende ganz klar der „rote Faden“, der uns Anleitung und Auftrag für unser eigenes Tun sein soll. Danke Alexandra!
 
Was wir erlebt haben
Wir waren neugierig aufeinander und auf die Schreibagogik.
Wir haben erst Sätze gesprochen und Vertrauen gefasst.
Wir haben viele Emotionen miteinander geteilt.
Wir haben viel gelacht - leise, laut, glockenhell - oft uns angelächelt.
Wir haben kiloweise Papier beschrieben.
Wir haben jedes Mal etwas kleines Süßes bekommen - liebevoller Empfang.
Wir haben einander bestärkt und ermutigt - Frauenpower.
Wir sind in zahllose Übungen ein- und aus ihnen inspiriert aufgetaucht.
Wir sind gute Schwimmerinnen geworden.
Stolz tragen wir nun die Zweifachbrille: als Teilnehmerinnen und als (künftige) Gruppenleiterinnen.
Wir schreiben weiter und weiter und weiter.
Jawohl!

Was wir sein und was wir tun werden
Hervorragende Schreibagoginnen werden wir sein. Jeden Tag werden wir schreiben und uns spielend in den Wörtern suhlen. Wir wollen unsere Lust am Schreiben mit anderen Menschen teilen. Der Funke soll überspringen. Unser Leitstern wird eine Straße voll Buchstaben, Silben, Wörtern, Sätzen und Geschichten sein.
Wir werden Koautorinnen unserer persönlichen Geschichten, werden uns an unseren Wesenskern heranschreiben, unseren Gefühlen Ausdruck verleihen und sie dadurch bewältigen. Wir werden uns Flügel erschreiben, um aus der Adlerperspektive die Welt zu erkennen. Wir werden unsere Kritikerin zur besten Freundin schreiben. Wir werden unser Urweib befreien und aus dem tiefen Wissen der Urpoesie schöpfen.
Teilen wollen wir diesen Schatz in unseren Schreibgruppen, ein Feuer entzünden, das die Welt erhellt, und aus dessen Asche tausende Geschichten entstehen.
Und wenn wir einmal müde sind, dann essen wir eine Buchstabensuppe.