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Wenn alles zu neuem Leben erwacht...

 

Warten Sie auch schon so sehnsüchtig auf den Frühling?

Noch zeigt sich der Winter von seiner hartnäckigen Seite, doch unter der (gefrorenen) Erde und der mancherorts noch recht dicken Schneedecke keimt und treibt schon so einiges. An sonnigen Stellen blühen bereits erste Schneerosen!

Für mich ist der Februar immer eine Zeit des Wartens und des Vertrauens. Wenn der Winter sich langsam verabschiedet, aber der Frühling noch nicht ganz da ist, dann heißt es vertrauen und geduldig warten, bis die Zeit reif ist, die Sonne wärmer wird und die ersten Triebe kräftig genug sind, um die Erdkruste zu durchbrechen.

Deshalb heute einige Schreib-Impulse, um diese Wartezeit kreativ zu nutzen:


 

Welche Samen wollen aufgehen?

 

Sicher warten auch in Ihrem Herzen schon ein paar Samen darauf, sich entfalten zu dürfen. Spüren Sie ihnen schreibend nach, z.B. in einem Freewriting beginnend mit:
„Wenn alles zu neuem Leben erwacht, erwacht auch in mir…“ (5-10 Minuten)

Danach lesen Sie den so entstandenen Text noch einmal durch und gießen die Essenz in eine Liste: Eine Liste mit all den Dingen, Eigenschaften, Verhaltensweisen, die in Ihnen erwachen wollen.

Vertiefend können Sie noch zu folgenden Fragen schreiben:

  • Welcher dieser Samen keimt bereits, welcher braucht noch Zeit?
  • Was kann ich dafür tun, dass der Same aufgeht und genügend Kraft hat, um zu wachsen und nach oben durchzubrechen?

 

Wenn die Zeit reif ist...

 

Im Februar kann man/frau sich gut in Geduld üben: den natürlichen Lauf der Dinge akzeptieren, ohne etwas beschleunigen zu wollen. Warten und darauf vertrauen, dass alles bereits da ist (und unterirdisch schon arbeitet).

Wenn ich gerade einmal wieder sehr ungeduldig bin (auch in anderen Lebensituationen ;-)), hilft mir folgende Schreibübung:

Seriensprint“ (so bezeichnet Ulrike Scheuermann diese Technik, weil kurz, schnell und "in Serie"): Sie schreiben immer den gleichen Satzanfang und beenden ihn jedes Mal anders, insgesamt 5-10 Mal. Durch diese Wiederholung schreiben Sie sich quasi in eine Art Trance, das Ergebnis ist oft überraschend. (In der Lyrik ist diese Form als „serielle Poesie“ bekannt).

Mein Vorschlag für heute lautet: (beispielhaft vollendet)

  • Wenn die Zeit reif ist… (wird auch der letzte Schnee schmelzen.)
  • Wenn die Zeit reif ist… (werden meine vagen Ideen Gestalt annehmen.)
  • Wenn die Zeit reif ist…
  • usw...

 
 

Wiederholen, wiederholen, wiederholen: die Anapher

 

Wiederholen passt zum Warten: Immer wieder das Gleiche tun, bis sich der gewünschte Erfolg einstellt. Immer wieder nachschauen, ob sich schon etwas rührt unter der Schneedecke. Immer wieder voller Hoffnung die Blätter auf die Seite schieben und hineinspechteln, ob nicht doch schon ein paar grüne Triebe zu sehen sind. Immer wieder...

Die rhetorische Figur der Anapher arbeitet ebenfalls mit Wiederholung. Als lyrische Kurzform werden dazu ein oder mehrere Worte zu Beginn jedes Verses wiederholt, sodass ein Gedicht entsteht, das sich reimen kann, aber nicht muss. Hier ein Beispiel:

Vertrauen ins Leben, ins ewige Spiel,
Vertrauen in mich und mein nächstes Ziel.
Vertrauen ins Menschsein und all unser Tun,
Vertrauen ins Nichtstun, um auszuruh‘n.

Am besten wählen Sie ein Wort dafür, das sich aus Ihrem bisher Geschriebenen als Thema oder Leitwort anbietet.
 

Und nun viel Freude beim Ausprobieren, Schreiben und beim Warten auf den Frühling!

Vertrauensvolle Schreibgrüße,
Alexandra Peischer


 
 

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