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Der unbesiegbare Sommer in uns

 

„Mitten im Winter erfuhr ich endlich,
dass in mir ein unvergänglicher,
unbesiegbarer Sommer ist.“
(Albert Camus)

Diese Zeilen stammen aus dem Essay "Heimkehr nach Tipasa" (1952, S. 100f), in dem Camus über die Rückkehr in seine Heimat nach vielen Jahren des Exils schreibt. Er erkennt voller Glück, dass er sich "durch die ärgsten Jahre des Wahns hindurch die Erinnerung an diesen Himmel" bewahrt hat. Wie hoffnungsvoll!

Was löst dieses Zitat in Ihnen aus?

Schreiben Sie in Resonanz auf diese Zeilen frei und unzensuriert Ihre Gedanken und Gefühle nieder.
Wenn Sie mögen, integrieren Sie folgende Fragen:

  • Wo, wann und wie erleben Sie Winter, Dunkelheit, Kälte?
  • Was hilft Ihnen, den "unbesiegbaren Sommer" in sich zu entdecken, zu erfahren und nutzbar zu machen?
  • Wie zeigt sich dieser Sommer - auch mitten im Winter?
  • Was macht Sie unbesiegbar, stark, unerschütterlich und zuversichtlich? (Seien Sie so konkret wie möglich.)

Diese inneren Ressourcen und psychischen Widerstandskräfte, auf die wir in schweren Zeiten zurückgreifen können, nennt die Psychologie "Resilienz". Wir können unsere Resilienz bewusst stärken, fördern und trainieren, z.B. indem wir uns auf die eigenen Stärken fokussieren, auf die Freude, das Gute und Positive, das Licht (im Dunkel).

Eine gute Übung dafür ist z.B. das "Glücks- oder Dankbarkeits-Tagebuch", in dem Sie täglich 1-3 Dinge notieren, die schön und lichtvoll waren, für die Sie dankbar sind. Oder Situationen, in denen sich Ihre Kraft und Stärke, Ihr "unbesiegbarer Sommer" gezeigt haben.


 

Das Wunder der Hoffnung

 

"Habe Hoffnungen, aber niemals Erwartungen.
Dann erlebst du vielleicht Wunder, aber niemals Enttäuschungen."
(Franz von Assisi)

Schreiben Sie über Hoffnungen und Erwartungen.
Wovon haben Sie mehr?
Welche Erwartungen können Sie eventuell loslassen?

Welche Hoffnung gibt Ihnen Kraft und Mut, schenkt Ihnen Licht in der Dunkelheit?
Auf welche Wunder hoffen Sie?


 

Hoffnung und Sinn

Brief aus der Zukunft

 

"Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht,
sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht."
(Zitat Vaclav Havel)

Noch ein drittes Zitat, Sie kennen es bereits als Motto dieses Newsletters. Wie stehen Sie dazu?

An welchen Sinn glauben Sie?
Können Sie darauf vertrauen, dass manche Dinge Sinn haben, auch wenn Sie diesen aktuell nicht sehen?
Wie ist es z.B. mit der Corona-Pandemie? Was könnte diese Zeit uns lehren - als Gesellschaft, als Individuen? Welchen Sinn kann sie erfüllen - für uns heute und/oder für spätere Generationen?

Schreiben Sie einen Brief aus der Zukunft:

Stellen Sie sich vor, Sie sitzen heute in 5 Jahren an Ihrem Lieblingsplatz am Fenster und blicken in Gedanken auf die letzten Jahre zurück. Aus dieser Situation heraus, als Ihr zukünftiges Selbst, schreiben Sie sich selbst einen Brief ins Jetzt:

Liebe/r xxx,
wenn ich auf die letzten Jahre zurückblicke, möchte ich dir unbedingt sagen, ....

Schließen Sie gerne vorab für ein paar Momente die Augen, versetzen Sie sich in die Situation (in 5 Jahren) und lassen Bilder in sich aufsteigen: Wie schauen Sie auf diese Jahre? Wie ist es Ihnen gelungen, gut durch diese Zeit zu kommen? Welche Ressourcen konnten Sie nutzen? Was haben Sie aus der Situation gelernt? Was hat Sie stärker gemacht?
Wie ist die Gesellschaft weltweit damit umgegangen? Was hat die Krise global gesehen bewirkt? Welche Innovation ist entstanden, wo und wie sind die Menschen stärker geworden, haben dazugelernt, sich weiter entwickelt? Wovon konnte die Welt profitieren?

Nun nehmen Sie Stift und Papier und beginnen zu schreiben, frei und intuitiv. Die schreibende Hand bleibt in Bewegung.
Nach einer gewissen Zeit oder wenn der Schreibfluss zu stocken beginnt, schließen Sie den Brief ab, machen eine Pause und lesen ihn später noch einmal durch.

Wie geht es Ihnen nach dem Lesen des Briefes? Wo spüren Sie Dankbarkeit, wo Hoffnung? Wie fühlt sich diese an?
Schreiben Sie ein fünfminütiges Fazit.


Zum Abschluss können Sie noch überlegen, welches Symbol für Sie am besten (Ihre) Hoffnung ausdrückt. Dieses Symbol können Sie sich entweder an einen gut sichtbaren Ort stellen oder es malen, zeichnen, sonstwie gestalten - als Erinnerung für dunkle(re) Zeiten, wenn die Hoffnung zu verschwinden droht...

Viel Freude beim Schreiben und Hoffen,
Ihre
Alexandra Peischer

schreib.raum GesbR

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